Pflegerische Maßnahmen bei Diarrhoe

-         Ab einem Wasseranteil von 90% ist der Stuhl flüssig – das Wasser wird nicht ausreichend resorbiert

-         Nebenwirkungen von Diarrhö

o       Exsikkose bis zum Volumenmangel

o       Salz- / Elektrolytverlust – Cola und Salzstangen helfen dagegen

-         Patienten beim aufstehen begleiten

o       Patienten sind geschwächt und haben teilweise Kreislaufstörungen

-         Vitalzeichenkontrolle

-         Nachtstuhl neben das Bett stellen

o       Damit wird sichergestellt, dass bei sehr plötzlich einsetzendem Stuhldrang die Toilette erreicht werden kann

Hautpflege

-         Die häufigen Stuhlentleerungen reizen die Analregion

-         Für weiches Toilettenpapier sorgen

-         Feuchte Reinigungstücher verwenden (nicht alkoholisch – danach trocknen)

-         Die Analregion vorsichtig nach jedem Stuhlgang waschen (klares Wasser oder pH-hautneutrale Seife) und vorsichtig trocken tupfen

-         Zur Hautpflege kann eine panthenolhaltige Salbe (Bepanthen) aufgetragen werden

-         Ggf. kann bei besonders gereizter Haut die Analregion mit Zinkpaste geschützt werden, dies gilt besonders für Wickelkinder

-         Bei Wickelkindern 2 stündlich Kontrollen der Windeln auf Stuhlinhalt

-         Feucht-warme Bauchwickel

o       Sie lindern bei vielen Patienten mit krampfartigen Bauchschmerzen die Beschwerden

-         Achten auf Exsikkose-Zeichen

o       Bei Säuglingen und Kleinkindern (Zunge, Fontanellen, Haut)

o       Bei älteren Menschen (Zunge, Haut, kann sich auch durch Verwirrtheit äußern)

-         Anlegen eines Stuhlprotokolls

Ernährung und Flüssigkeitszufuhr

-         Bei leichten Krankheitsverläufen ist eine orale Ernährung möglich

-         Ballaststoffarme Kost

o       Tee und Zwieback

o       Toast aus Weizenmehl

o       Mineralstoffhaltige Getränke (Stilles Wasser)

-         Kann der Patient nicht ausreichend trinken, wird das Flüssigkeitsdefizit über Infusionen ausgeglichen werden

-         Bei schweren Krankheitsverläufen darf der Patient nicht essen und erhält Infusionen

-         Kostaufbau nach arztanordnung

o       Tee

o       Tee – Zwieback

o       Schleimsuppe

o       Schonkost

-         Als erste feste Nahrung eignet sich

o       Frisch geriebene Äpfel ohne Schale, da die enthaltenen Pektine stark aufquellen und Toxine und Mikroorganismen absorbieren

o       Zerdrückte, mit dem Schneebesen geschlagene Bananen

 

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