Wurmerkrankungen

Wurmerkrankungen

-         Zählen zu den häufigsten Krankheiten der Welt, bevorzugt in tropischen und weniger entwickelten Ländern

-         Würmer sind Parasiten, die im Inneren ihres Wirtes existieren

-         Endwirte – Entwicklung zur Geschlechtsreife

-         Zwischenwirte – Ernährung, Vermehrung und Transport

-         Das Ausmaß der Schädigung des Menschen hängt ab von Wurmart und Anzahl der Tiere

-         Die Art der Schädigung kann mechanisch, toxisch oder allergisch sein

-         Die wichtigsten drei Darmparasiten sind Band-, Spul- und Madenwürmer

Bandwurm / Taenien

-         Rinder- oder Schweinebandwurm

-         Flacher Kopf und Kette von Gliedern (weiß, glatt, fingernagelgroß)

-         Vermehrung ist durch Selbstbefruchtung möglich

-         Der Kopf befestigt sich mit Häkchen an der Darmwand und nimmt unverdauten Darminhalt auf

-         Die Eier werden mit dem Endglied abgestoßen, aus ihnen gehen die Larven hervor, die sich im Zwischenwirt zur Finne entwickeln

-         Die Larven durchbohren die Darmwand und gelangen über das Blut in alle Organe und in die Muskulatur, wo sie als Finne liegen bleiben oder ohne Kapsel weiterwachsen

-         Der Mensch nimmt die Finne mit roh gegessenem Fleisch auf

-         In 5-12 Wochen entwickelt sich der Bandwurm bis zur Geschlechtsreife

-         Schweinebandwurm – 3-4 Meter lang

-         Rinderbandwurm – 10 Meter und länger

-         Symptome

o       Bauchschmerzen

o       Durchfall

o       Gewichtsverlust

o       Nervosität

-         Therapie: einmalige Gabe von Anthelminthika (Yomesan)

Spulwürmer / Ascariden

-         regenwurmähnliche, runde, grau-weiße Spulwürmer, ca. bleistiftdick, 15-40 cm lang

-         Der geschlechtsreife Parasit lebt im Dünndarm seines Wirtes (Mensch oder Hund)

-         Das Weibchen legt hier ca. 200.000 Eier ab

-         Die Eier werden mit dem Kot ausgeschieden, sind erst infektiös, wenn sich daraus Larven gebildet haben

-         Infektion erfolgt oral mit dem Trinkwasser oder mit verunreinigter Nahrung

-         Die Larven durchstoßen die Darmschleimhaut und erreichen über Lymph- und Blutgefäße das Bronchialsystem

-         Hier werden sie verschluckt und gelangen wieder in den Dünndarm

-         Entwicklungsdauer von der Larve zum Wurm beträgt 2 Monate

-         Symptome

o       Bauchschmerzen

o       Blähungen

o       Manchmal atypische Pneumonien


Madenwürmer / veraltet Oxyuren

-         Leben im aufsteigenden Colon, besonders bei Kindern

-         Werden 2-12 mm lang, sichtbar auf dem Stuhl, im Knäuel am Anus

-         Werden übertragen von Mensch zu Mensch (Hände), über Toilettensitze, Sandkasten (Kinder)

-         Die reifen Weibchen wandern nachts aus dem After (Juckreiz – Pruritis) und legen bis zu 12.000 Eier in die Analfalte

-         Die Eier gelangen durch Kratzen unter die Fingernägel und von dort in den Mund (Massenbefall durch Autoinfektion)

-         Oder sie fallen von der Analfalte ab, gelangen in den Haus- und Bettstaub und kommen mit der Atemluft und über verschmutzte Hände an Nahrungsmittel und von dort in den Verdauungstrakt

-         Oder die Larven schlüpfen von der Analfalte zurück in den After – Retroinfektion

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