Vakuumversiegelung

Vakuumversiegelung

-         Sterile Wundabdeckung mit Schaum, Folie und Unterdruck-Schlauchsystem

-         Eine offene Wunde wird dynamisch und luftdicht geschlossen und das feuchte Milieu kann erhalten bleiben

Vorteile

-         Durch den Sog/Unterdruck wird die Wunde von Bakterien und Sekret mechanisch gereinigt

-         Der zentripetale Druck zieht die Wundränder zur Mitte zusammen – Unterstützung der Wundkontraktion, Reuzierung des interstitiellen Wundödems, Anregung von Mikrozirkulation und Bildung von Granulationsgewebe

Anwendungshinweise

-         Wichtigste Voraussetzung: Luftdichtes Anbringen der Vakuumversiegelung

-         Wenn kein dauerhaftes Aufrechterhalten des Vakuums möglich, die Vakuumversiegelung entfernen, da sonst sehr schnell infiziert

-         Vakuumversiegelung incl. sterilem, Polyurethan-geschäumtem, grobporigem Schwamm und einem nicht kollabierbaren Schlauchsystem mit einer Pumpeinheit, die einen Sog von 25-250 mmHg erzeugen kann

-         In der Regel einen Sog von 125 mmHg wählen

-         Mit einer im Lieferumfang enthaltenen luftdichten Folie abkleben

-         Unter Verwendung mit schwarzem Schwamm 2-4 Tage, mit weißem Schwamm bis zu 7 Tage

-         Je nach Wundverhältnissen 2-3 Wiederholungen, im Einzelfall auch häufiger

-         Vor der Anwendung ein Wunddebridement durchführen

-         Während des Anbringens müssen weitgehend bluttrockene Verhältnisse im Bereich der Wunde bestehen

Indikationen

-         Unfallchirurgie / Orthopädie bei akuten und operativen Wunden, die bekanntermaßen zu ausgedehnten Weichteilödemen führen oder nicht primär zu verschließen sind

-         Allgemeinchirurgie, z.B. beim „offenen Abdomen“ (Kompartment-Syndrom), bei gastrointestinalen Fisteln

-         Bei problematischen Wundinfektionen (Instillationstherapie), bei komplexen diabetischen Wunden, bei (fast allen) chronischen Wunden (Ulcus cruris, Dekubitus, Spalthaut-Transplantationen), bei Osteomyelitis, bei Sternuminfektionen, bei Verbrennungen, bei ausgedehnten traumatischen Weichteilwunden (Decollement)

Kontraindikationen

-         Keine Maßnahme zur definitiven Wundversorgung, nach maximal 2-3-wöchiger Anwendung muss der Wundverschluss auf andere Art vorgenommen werden

-         Maligne Tumorwunden (Zellteilung beschleunigt)

-         Nekrotisches Gewebe (vorherige chirurgische Intervention!)

-         Fisteln oder Blutungen

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