Definition Wunde

-         Beschädigung, Durchtrennung oder Verletzung von Körpergewebe (z.B. der Haut oder Schleimhaut)

Unterteilung von Wunden

-         Äußere Gestalt

o       Offene Wunde

§        Epidermis ist verletzt

§        Darunter liegende Hautschichten können verletzt sein, müssen es aber nicht

o       Geschlossene Wunde

§        Epidermis ist intakt

§        Darunter liegendes Gewebe ist verletzt (Knochenbruch, Prellung)

-         Art der Gewalteinwirkung

o       Mechanisch bedingte Wunden

§        Wunden, die durch äußere Gewalt, z.B. Stöße, Schläge, Druck entstanden sind

o       Chemisch bedingte Wunden

§        Wunden, die durch Chemikalien, z.B. Verätzung durch Säuren oder Laugen entstanden sind

o       Thermische Wunden

§        Wunden, die durch Hitze- oder Kälteeinwirkung, z.B. Verbrennungen, Erfrierungen entstanden sind

o       Strahlenbedingte Wunden

§        Wunden, die durch Strahlung, z.B. UV-, Röntgen-, radioaktive Strahlen entstanden sind

o       Krankheitsbedingte Wunden

§        Chronische Wunden, z.B. durch arterielle Verschlusskrankheit, Ulcus curis

 

Mechanisch bedingte Wunden

Schürfwunde

-         Entlanggleiten eines rauen Gegenstandes auf der Haut

-         Zerstörung der oberen Hautschichten bis zur Lederhaut

-         Eröffnung der Blutgefäße in der Papillarschicht als punktförmige Blutung sichtbar

Schnittwunde

-         Durch scharfe Instrumente entstandene unterschiedlich tiefe Wunde

-         Glatte Wundränder

Stichwunde

-         Durch spitze Instrumente verursachte tiefe Wunde

-         Glatte Wundränder

-         Verletzungen in der Tiefe möglich, die von außen nicht erkennbar sind und große Gefäße getroffen haben können

-         Gegenstand stecken lassen, fixieren


Platzwunde

-         Durch starken Druck oder Schlag bedingte oberflächliche Wunde

-         Ausgerissene Wundränder

-         Häufig Prellung benachbarter Gewebe

Quetschwunde

-         Gewalteinwirkung aus zwei entgegengesetzten Richtungen führt zum Aufplatzen der Haut

-         Ausgerissene Wundränder

-         Zerstörung tieferer Gewebeschichten

Ablederungswunde (Decollement)

-         durch (tangential einwirkende) Scherkräfte entstehende, meist große Wunde

-         Ablösung von Hautschichten

Risswunde

-         Durch scharfe, spitze Instrumente (Nägel, Stacheldraht) entstehende Wunde

-         Unregelmäßig zerfetzte Wundränder

-         Starke Infektionsgefahr

Kratzwunde

-         In der Regel durch Tierkrallen oder Fingernägel verursachte oberflächliche Risswunde

-         Unregelmäßig zerfetzte Wundränder

-         Starke Infektionsgefahr

Bisswunde

-         Durch Tier- oder Menschenbiss verursachte Wunde

-         Unterschiedliche Gewebequetschung je nach Größe des Gebisses

-         Immer Hochinfektiös, da Speichel immer Bakterienhaltig ist

-         Mit Seife auswaschen / desinfizieren

Schusswunde

-         durch Schuss entstanden

-         Oft mit erheblicher Gewebeverletzung

-         Streifschuss: Die Kugel streift den Körper tangential

-         Steckschuss: Die Kugel dringt in den Körper ein und verbleibt im Gewebe

-         Durchschuss: Die Kugel durchschlägt den Körper, der Eintritt ist kleiner als der Austritt

Pfählungsverletzung

-         Durch Einstoßen pfahlartiger Gegenstände entstanden

-         Oft sehr tiefe Wunde mit erheblicher Gewebeverletzung

-         Kann tödlich sein

 

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