Essstörungen

Übergewicht

Ein Würfel Zucker enthält 10 Kalorien. Isst man 4 Stücke Zucker täglich zu viel, sind das schon 10 g pro Tag zu viel. Daraus werden in 10 Tagen schon 100 g zu viel und in 100 Tagen bereits 1000 g zu viel. Daraus ergibt sich pro Jahr eine Menge von ca. 3,5 kg zu viel!

1 von 3 Erwachsenen und 1 von 5 Kindern ist übergewichtig.

Ursachen können sein:

  • Stoffwechselerkrankungen (Hypothyreose, Diabetes mellitus)
  • mangelnde Bewegung
  • Kortison, Hormonpräparate
  • psychische Erkrankungen
  • Veranlagung
  • Unwissenheit

Probleme durch Übergewicht:

  • Verfettung der Organe
  • Belastung von Herz und Kreislauf
  • Belastung von Gelenken und Skelettsystem
  • Gefäßverkalkung
  • Entstehung von Diabetes
  • seelische Probleme wie Depressionen, Essstörungen und Abkapselung von der Gesellschaft
  • Preisfrage wegen dem Essen und der Kleidung

Gegen Übergewicht hilft:

  • Sport: damit Muskeln nicht abgebaut werden und um den Energiebedarf zu steigern
  • Ernährungsumstellung: muss dauerhaft sein und an der Ernährungspyramide und den 10 Regeln der DGE engelehnt sein
  • mehrere kleine Mahlzeiten zu sich nehmen, um das Hungergefühl nicht zu groß werden zu lassen
  • kontrolliert und weniger essen
  • unter ärztlicher Aufsicht abnehmen
  • Diät mit reduzierter Kalorienzahl machen - hierbei mmuss auf eine ausgewogene Ernährung geachtet werden

Anorexia nervosa - Magersucht

Anorexia nervosa ist eine psychisch bedingte Essstörung, die vorwiegend bei Frauen im Alter zwischen 15 und 35 Jahren auftritt.Die Betroffenen empfinden sich subjektiv als zu dick und nicht schön, selbst bei Ideal- oder Untergewicht. Ihnen fehlt der realistische Blick für ihren Körper. Sie verweigern das Essen und wenn ihnen das gelingt, entwickeln sie ein Überlegenheitsgefühl. Dadurch verlieren sie bis zu 25 % ihres Körpergewichts. Die Betroffenen haben keine Krankheitseinsicht und versuchen dem Druck durch Angehörige zu entgehen. Sie essen auf Befehl, um nachher zu erbrechen. Häufig ziehen sich Betroffene von ihrer Umgebung zurück und entwickeln Depressionen. Sie haben einen gesteigerten Bewegungsdrang. Durch die Minderernährung kommt es zu akutem Eiweiß-, Vitamin- und Mineralstoffmangel. Die Produktion von Sexualhormonen wird eingestelt und die Regelblutung setzt aus Betroffene haben niedrige Blutzuckerwerte, Hypotonie und Bradykardie. Jede 10. bis 20. Anorexie endet tötlich, da die Behandlung problematisch ist. Krankheitseinsicht und damit der Heilungswille sind nötig, fehlen aber oft. Die Patienten können auch nicht dauerhaft zum Essen gezwungen werden. Die Behandlung erfolgt durch einen Arzt und Psychologen.

Bulimia nervosa

Bulimie ist eine psychisch bedingte Essstörung, die vorwiegend bei Frauen zwischen 20 und 35 Jahren auftritt. Sie entsteht häufig durch zahlreiche Diäten oder Anorexia nervosa. Die Betroffenen empfinden sich als zu dick und haben Angst vor Gewichtszunahme. Bei ihnen tritt ein Wechsel zwischen Heißhungerattacken und Erbrechen auf. Zunächst startet der Betroffene ein wahlloses hochkalorisches Durcheinanderessen, dabei werden leicht bis zu  20.000 kcal in 1-2 Stunden aufgenommen. anschließend wird Erbrechen herbeigeführt. Jeder Fressanfall schwächt das Selbstbewusstsein und führt zu sozialem Rückzug und Depressionen. Folgekrankheiten sind Schädigungen oder Entzündungen des oberen Verdauungstraktes durch das ständige Erbrechen - die Magensäure greift Mundschleimhaut, Zähne und Speiseröhre an. Der Ernährungszustand ist meist besser als bei Anorexie-Kranken. Außerdem besteht bei den Betroffenen die Einsicht, dass ihr Essverhalten eine Störung ist. Dadurch hat die Therapie größere Chancen. Auch hier erfolgt die Behandlung durch einen Arzt und Psychologen.

Bei beiden Krankheiten sollte die psychische Therapie im Vordergrund stehen, begleitet von vorsichtigem Kostaufbau, möglichst ohne Essenszwang. Hilfreich für den Patienten erweist sich ein gemeinsam aufgestellter Sppeiseplan, an der Patient sich zu halten hat.

 

Nach oben