Temperaturkontrollen

-         bei Aufnahme

-         Abhängig vom Messergebnis und dem Krankheitsbild

-         Bei Rektaler Temperatur über 37°C

-         Vor und nach einer OP

-         Bei Infektionskrankheiten oder Antibiotikatherapie

-         Bei Erfrierungen, Verbrennungen, Verbrühungen

-         Frühgeborene mit instabiler Wärmeregulation

-         Kranke Säuglinge und Kleinkinder – schneller Fieberanstieg möglich

Exakte Temperaturwerte sind wichtig

-         Zur Beurteilung eines Krankheitsverlaufs

-         Zur Wirksamkeitskontrolle von Arzneimitteln

-         Zur Überwachung der Wundheilung

-         Zur Überwachung der Körpertemperatur bei externer Wärmezufuhr

Beobachtungskriterien

-         Äußerungen des Patienten über Hitze- und Kälteempfindungen

-         Heiße Stirn

-         Bei Kindern heißer Bauch, rote Wangen, livide Lippen, kühle Extremitäten und Muskelzittern


Körperstellen zur Temperaturmessung

-         sublingual, oral

-         Axillar

-         Rektal

-         Thympanal

-         Inguinal (Leistenbeuge)

 

Vorgehen bei der Temperaturmessung

Sublinguale Temperaturmessung

-         Das Thermometer an die Wärmepunkte hinten links oder rechts unter die Zunge legen

-         Die Lippen während der Messung geschlossen halten

-         Der Patient darf vorher ungefähr 15 Minuten nichts warmes oder kaltes zu sich genommen haben

-         Die gemessene Temperatur liegt 0,3-0,5°C unter dem rektal gemessenen Wert

-         Kontraindikationen

o       Eher ungeeignet für Kinder und unruhige Patienten

o       Infektiöse Munderkrankungen

o       Lähmungen im Gesichtsbereich

o       Verwirrten Patienten

o       Patienten mit Krampfanfällen

o       Atemnot

o       Hustenreiz

Axillare Temperaturmessung

-         Das Thermometer in die trockene Achselhöhle legen

-         Der Oberarm muss am Oberkörper anliegen

-         Die Messspitze des Thermometers muss vollkommen umschlossen sein

-         Die Messung ist problemlos und nicht unangenehm für den Patienten

-         Bei der Messung ist eine Abweichung von ungefähr 0,5°C im Vergleich zur Rektalmessung wahrscheinlich

-         Schweiß, Seifen- und Deoreste verfälschen das Ergebnis

-         Die Messung ist nicht bei allen Menschen durchführbar, weil der Arm angelegt werden muss

Rektale Temperaturmessung

-         Das Thermometer in eine Schutzhülle stecken, eventuell mit Vaseline gleitfähig machen

-         Den Patient in Seitenlage mit angewinkelten Beinen lagern

-         Unter einer leichten Drehbewegung das Thermometer ungefähr 2 - 3 cm einführen, bei Säuglingen reichen 1 - 2 cm

-         Der Messwert ist ungefähr 0,5°C niedriger als die Kerntemperatur

-         Die Methode ist gut bei Säuglingen und Kindern anwendbar

-         Starker Eingriff in die Intimsphäre des Patienten

-         Gefahr der Verschleppung von Darmbakterien

-         Durch die Schweißnähte der Schutzhülle besteht Verletzungsgefahr der Darminnenwände

-         Bei Früh- und Neugeborenen besteht die Gefahr, dass sie sich daran gewöhnen, nur nach Reizung durch rektale Messung abzuführen

-         Die Messung ist nach Rektal-OP, bei Analatresie und Hämorrhoiden nicht durchführbar

 

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