Pharmakologie

Pharmakologie bedeutet Arzneimittelkunde und ist die Wissenschaft von den Wechselwirkungen zwischen Arzneistoffen und Organismus.

Arzneistoffe sind Wirkstoffe, die im Organismus zur Verhütung, Heilung, Linderung oder Erkennung von Krankheiten eingesetzt werden. Das können anorganische (Schefel, Salzsäure), organische (Kamillenblüten, Heparin), Halb- oder Totalsynthetische (Acetylsalicylsäure, Glukorikoide) Stoffe sein.

Wirkstoffe sind Substanzen, die in einem Medikament die beabsichtigte therapeutische Wirkung hervorrufen.

Teilgebiete der Pharmakologie

Pharmakokinetik

Die Pharmakokinetik beschäftigt sich mit dem Einfluss des Organismus auf Arzneimittel. Dabei werden Aufnahme, Verteilung, Abbau und Ausscheidung eines Wirkstoffes in Abhängigkeit von der Zeit untersucht.

Pharmakocynamik

Die Pharmakodynamik beschäftigt sich speziell mit der Wirkung von Arzneimitteln und wirkstoffen im Organismus. Im Einzelnen werden unter anderem die Dosis-Wirkbeziehung und Wirkmechanismen wie Nebenwirkungen und Toxikologie untersucht.

Pharmakotherapie

Die Pharmakotherapie beschäftigt sich mit der Behandlung von Krankheiten oder Krankheitssymptomen mit Arzneimitteln.

Toxikologie

Die Toxikologie ist kein eigentliches Teilgebiet der Pharmakologie. Sie ist die Lehre von Giften. Gifte sind Stoffe, die nach Eindringen im Organismus zu einer typischen Erkrankgung (Vergiftung) mit vorübergehenden Funktionsstörungen, bleibenden Gesundheitsstörungen oder sogar zum Tode führen.

Weitere Begriffe der Pharmakologie

Die Bioverfügberkeit ist die Geschwindigkeit und die Menge der Freisetzung eines Wirkstoffes aus einem Arzneimittel.

Die therapeutische Breite ist die Differenz zwischen der Dosis der gewünschten Wirkung und der ungewollten Nebenwirkungen. Die Dosis macht das Gift!

Metabolismus ist die Umwandlung oder Veränderung von Stoffen, der Stoffwechsel.

Die Kumulation ist die Anreicherung von Substanzen im Organismus bei wiederholter Gabe, wenn Einzelgaben schneller erfolgen, als die Substanz abgebaut werden kann.

Die Halbwertzeit gibt an, in welcher Zeit sich ein Wirkstoff durch Stoffwechselvorgänge oder Ausscheidung auf die Hälfte reduziert hat.

 

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