Arterien und Venen

Arterien und Venen

Zum Kopf führt die A. carotis communis. Sie teil sich in die A. carotis interna und die A. carotis externa. Vom Kopf weg führt die V. jugularis interna.

Zu den Armen führen die A. subclavia sinistra und die A. subclavia dextra. Sie gehen über in die A. axillaris. Diese widerum geht über in die A. brachialis, welche sich in die A. radialis und die A. ulnaris teilt. Von den Armen weg fließen Tiefenvenen und oberflächliche Venen. Die Tiefenvenen gehen von der V. radialis / ulnaris über in die V. brachialis. Sie geht über in die V. axillaris, welche sich zur V. subclavia entwickelt, die zur V. cava sup. führt. Oberflächliche Venen sind die V. basilica und V. cephalica. Sie fließen in die Tiefenvenen und befördern nur ca. 10 % des Blutes. Verbindungsvenen zwischen den Venen (V. mediana) werden für Blutabnahmen benutzt.

Zu den Beinen führen die A. iliaca communis sinistra und A. iliaca communis dextra. Sie teilen sich in die A. iliaca interna und A. iliaca externa. Aus der A. iliaca externa entwickelt sich die A. femoralis, welche in die A. poplitea übergeht. Die A. poplitea teilt sich in die A. tibialis anterior und die A. tibialis posterior. Die A. tibialis anterior geht über in die A. dorsalis pedes. Die A. tibialis posterior läuft in die Fußsohle. Von dort geht das Blut über in die V. tibialis anterior / posterior. Diese geht über in die V. poplitea, welche zur V. femoralis wird. Von dort gelangt das Blut durch die V. iliaca externa zusammen mit dem Blut aus der V. iliaca interna in die V. cava inferior.

Bau der Arterienwand

 Die Arterienwand besteht aus drei Schichten.

Ganz innen liegt die Tunica interna. Sie besteht aus Endothel und Bindegewebe und ist eine elastische Membran.

Die Tunica media liegt im die Tunica interna herum. Sie besteht aus elastischen Fasern und glatten Muskelfasern und ist ebenfalls eine elastische Membran.

Die Tunica externa ist die äußerste Schicht. Sie besteht aus lockerem Bindegewebe.

Bei der Venenwand gibt es keine so deutliche Dreischichtung. Hier gehen die Schichten einfach ineinander über. Die Venenwand ist dünner als die Arterienwand und die äußerste Schicht ist meist etwas ausgeprägter.

Funktion des Arteriensystems

Große und kleine Arterien - Windkesselgefäße: Während der Systole dehnt der Druck des Blutes die Arterienwand. Während der Diastole nimmt der Druck ab, wodurch auch die Dehnung der Arterienwand abnimmt und das Blut weiter vorwärts gepumpt wird.

Arteriolen - Widerstandsgefäße: Die Arteriolen besitzen mehr Muskel- als elastische Fasern. Dadurch können sie sich besser Eng- und Weitstellen. Je enger ein Gefäß ist, um so wenig Blut fließt durch die Arteriolen zu den Kapillaren.

Kapillaren - Austauschgefäße: Hier werden alle Stoffe ausgetauscht, O2 wird abgegeben, CO2 wird aufgenommen, Nährstoffe werden abgegeben und Stoffwechselendprodukte werden aufgenommen. Die Kapillaren führen außerdem die Wasser-Filtration durch. Sie ist direkt abhängig vom Druck. Je höher der Druck, umso mehr Wasser wird filtriert. Durch Filtration soll Flüssigkeit aus den Kapillaren an das umliegende Gewebe abgegeben werden. Der Blutdruck fördert die Filtration (30 mmHg). Durch Eiweiße im Blut senkt der kolloidosmotische Druck des Blutes die Filtration (25 mmHg). Durch Eiweiße im Gewebe steigert der kolloidosmotische Druck des Gewebes die Filtration (5 mmHg). Wenn mann alles zusammenrechnet erhält man folgendes: 30 + 5 - 25 = 10 mmHg. Ist der Blutdruck zu niedrig, d.h. liegt er z.B. bei 12 mmHg, würde sich die Formel umstellen: 12 + 5 - 25 = -8 mmHg. Dadurch würde keine Filtration mehr stattfinden, sondern Flüssigkeit an das Blut abgegeben - resorbiert.

Filtrationsmenge = Resorptionsmenge + Lymphabfluss

Venen - Kapazitätsgefäße: Speicherfunktion, Rückfluss des Blutes zum Herzen. Da in den Venen ein niedriger Blutdruck ist, werden Mechanismen benötigt, die den Rückfluss des Blutes zum Herzen unterstützen.

Ödembildung

1. Der Lymphabfluss sinkt.

2. Der Blutdruck steigt.

3. Der kolloidosmotische Druck sinkt (z.B. bei Leberkrankheiten).

4. Die Kapillaren werden durchlässiger (durch Entzündung, Allergie) und die Eiweißflüssigkeit geht in die Gewebe.

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